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Die Routen stehen fest

Die letzten Buchungen sind getätigt, die Karte ist vollständig markiert, alle GPS Informationen liegen soweit vor, dass ich meiner ein klein wenig besorgten Melanie ganz konkrete Auskünfte geben kann, wann ich mich wo befinden werde.

Sich treiben lKarteassen gelingt bei einem solchen Urlaub nicht so gut. Die rote Route (Laugavegur) ist die bekannteste Islands und teils hochwertigst eingeschätzte der Welt. Und damit entsprechend hoch frequentiert. Hinzu kommt, dass sich 95% des isländischen Tourismus auf die Monate Juli/August konzentriert.

Abschnitt 1 – Reykjavik

Doch von vorne. Die ersten drei Tage gehören der Hauptstadt. Wessen Budget dafür vorgesehen ist, nimmt sich ein Hotel. Ich nehme ein Hostel und buche ein Zimmer in einem mit sechs Betten ausgestatteten Gemeinschaftsraum. Gleich mal eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und eventuell den einen oder anderen Reisecompanion zu finden.

Drei Tage sollten reichen. So groß ist die Stadt nicht. Und Reiseführer sei dank suche ich mir die für mich interessanten Themen raus. Die Zeit sollte auch reichen, mich über meine Anschlussmöglichkeit zum nächsten Abschnitt zu informieren.

Grundsätzlich sehe ich auf meiner Reise die folgenden Fortbewegungsvarianten vor. Plan A: Die Weiterfahrt per Anhalter. Plan B: Carsharing, also das Teilen eines Autos und der Spritkosten. Plan C: Die (sehr teuren) öffentlichen Verkehrsmittel.

Busse sind in der Tat teuer. Beispielsweise beträgt der Preis für die 200km Strecke zwischen Landmannalaugar und Myvatn über 100€. Dafür, und das muss man dem Betreiber zu Gute schreiben, wird an Sehenswürdigkeiten Halt gemacht und Pausezeiten mit eingerechnet.

Nach drei Tagen Reykjavik also geht’s los. Mit Plan A, B oder C erreiche ich Skógar im Süden des Landes und meine erste Wanderroute beginnt.

Abschnitt 2 – Laugavegur

Von Skógar startet der Wanderweg Fimmvörðuhals und mündet nach 26km in Þórsmörk in den Wanderweg Laugavegur. Es bietet Karte Laugavegursich also an, diese beiden Wanderwege zu einer Tour zusammenzuschließen. Die beiden Pfade sind insgesamt ca. 81km lang und werden in der Regel in sechs Etappen zurückgelegt. Es wurden natürlich auch schon Rekorde aufgestellt, die diesen Weg in einem Lidschlag bewältigten, aber wozu die Eile? Zwischen 10 und 15km pro Tag sollten einen entspannten Marsch sicherstellen der mir genug Zeit lässt, mich mal in einer Warmwasserquelle zu Baden oder an einem der vielen aussichtsreichen Flecken auszuharren und das Land zu genießen.

Der gesamte Weg ist in regelmäßigen Abschnitten versehen mit Hütten, die zwei Monate im vorhinein bereits zur Gänze ausgebucht sind. Aber sind wir ehrlich: So viel Luxus hat dieses Abenteuer nicht nötig. Und mein Zelt will ja auch nicht zum Spaß spazieren getragen werden. Dank des tolerierten (jedoch formal nicht rechtsgültigen) Jedermannsrecht ist Zelten im ganzen Land erlaubt (strikt ausgenommen davon sind Naturschutzgebiete).

Dennnoch hatte ich Glück. Die Hütten Álftavatn (Etappe 4 von 6, 21km vor dem Ziel) und Landmannalaugar am Ende der Tour haben mir die Buchungen der Unterkunft bestätigt. Somit denke ich wird es eine ausgewogene Wanderung zwischen Zelten und Hüttenübernachtungen. Besonders auf Landmannalaugar freue ich mich schon sehr. Hier sollen sich die schönsten Warmwasserquellen befinden, in denen man sich zum Nulltarif suhlen darf.

Abschnitt 3 – Kjalvegur und der Dettifoss

Wieder mit Plan A, B oder C geht es von Landmannalaugar nach Myvatn hoch in den Norden. Dort erwartet mich ein Gästehaus mit Karte Kjalvegureiner Privatunterkunft. Endlich mal wieder ein Zimmer für mich allein. Zwei Tage werde ich in Myvatn verbringen und von hier aus meine zweite große Wanderung starten. Entlang des Kjalvegur befindet sich der Dettifoss, der ‘größte Wasserfall im Nordosten Islands und durch die Kombination aus Volumenfluss und Fallhöhe, knapp vor dem Rheinfall, der leistungsstärkste Wasserfall Europas’. In dessen Nähe befindet sich der Campingplatz, wo man vermutlich im Rausch des Wasserfalls entschlummern kann.

Abschnitt 4 – ??

Es ist zu erkennen, dass ab hier meine Planungsgenauigkeit abnimmt. Das hat verschiedene gute Gründe. Erstens möchte ich mir ein paar Tage für individuelles Reisen frei halten. Zweitens ist der Touristenandrang ab hier nicht mehr so enorm.

Karte GeysirEine Möglichkeit, die letzten vier Tage zu verbringen, ist zum Beispiel dem Geysir Strokkur einen Besuch abzustatten. Dieser ist neben seinem namensgebenden Nachbarn Geysir einer der aktivsten Geysire des Landes, welcher von einem 50km langen Wanderpfad flankiert wird.

Fahre ich zurück nach Reykjavik, werde ich wohl ein paar entspannende Stunden in der berühmten Bláa Lónið (blauen Lagune) verbringen.

Thermalwasser aus dem Kraftwerk wird nach seiner Verwendung zur Stromerzeugung auf das umliegende Lavafeld geleitet und bildet dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe.

Was auch immer in den letzten Tagen meiner Reise passieren wird, ich werde meine Pfade und all die wunderbaren Erlebnisse hier festhalten. Also – dran bleiben!

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3 Gedanken zu „Die Routen stehen fest“

  1. Hallo Thomas! Wow, was hast du schon wieder vor! 😉 Alles Gute und eine schöne Zeit wünscht dir deine Cousine (ich werd heuer mal läppische 3 Tage pilgern gehen…. )

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